Lackieren im Hochsommer – Was du beachten solltest

Hochsommer und Lackieren? Mit den richtigen Tipps kein Problem!

Bei den, im Sommer oft besonders hohen Außentemperaturen und nicht selten extrem hoher oder niedriger Luftfeuchtigkeit gibt es beim Lackieren einige Dinge zu beachten, um trotz erschwerter Bedingungen ein optimales Lackierergebnis zu erzielen.

Wir haben euch 4 Tipps zusammengestellt, die Ihr beachten solltet, sodass eurer Lackierung nichts mehr im Weg steht.

1. Tipp: Wähle die richtige Härter-Verdünnungs-Kombination 

Bei der Verarbeitung von 2K Lacken, egal, ob Klarlack oder Einschicht-Decklack, spielt bei hohen Temperaturen vor Allem die Wahl des richtigen Härters und Verdünnung eine wichtige Rolle.

Grundsätzlich gilt zu beachten: Je höher die Temperatur, desto länger sollte die Ablüftzeit sein!

Das bedeutet, für einwandfreie Ergebnisse bei hohen Temperaturen solltest du mindestens einen 2K Härter normal und eine 2K Verdünnung normal gewählt werden. Bei extrem hoher Temperatur kannst du auch einen 2K Härter lang verwenden (Diesen erhältst du auf Anfrage bei uns)

Halte also vor der Lackierung am besten das Thermometer im Auge oder lackiere zu einer anderen Tageszeit.

(Weitere Infos zu Härter-Verdünnungs-Mischverhältnissen kannst du den technischen Datenblättern entnehmen)

2. Tipp: Achte auf die Luftfeuchtigkeit!

Dieser Punkt ist besonders wichtig, denn oft kann es im Sommer sehr schwül werden, was bedeutet, dass die Luftfeuchtigkeit extrem hoch ist.

Bei Klarlacken kann diese hohe Luftfeuchtigkeit zu einem „Weißanlaufen“ des Lackes führen.
Nach einer guten Durchtrocknung der Lackschicht kann dieser Grauschleier allerdings wieder herauspoliert werden, was jedoch einen deutlichen Mehraufwand bedeutet.

Im anderen Fall stellt eine zu heiße und trockene Umgebung ebenfalls eine Schwierigkeit beim Lackieren dar. Durch die heiße Außenluft trocknet der Lack bereits in der Luft, es bildet sich Sprühnebel, sodass der Lack nichtmehr optimal aufgenommen werden kann, hierbei kann es zu Wolkenbildungen, also Unregelmäßigkeiten im Lack, kommen.

3. Tipp: Morgens Lackieren!

Im Sommer steigen die Temperaturen im Laufe des Tages immer weiter an. Besonders in Lackierkabinen entsteht dadurch ein nahezu tropisches Klima. Daher ist es empfehlenswer, anspruchsvolle und große Lackierungen morgens, wenn es noch kühler ist, vorzunehmen.

Also: Bei Wettervorhersagen mit sehr hohen Temperaturen die Lackierungsarbeiten mit Bedacht planen!

4. Tipp: Trage ein Schweißband!

Solltest du auf einen Vollhauben-Schutz verzichten und stattdessen mit einem Atemschutz arbeiten, solltest du bei hohen Temperaturen unbedingt ein Stirnband tragen.

Dadurch kannst du einfach und effektiv vorbeugen, dass, auf den Lack fallende Schweißtropfen die fast fertige Lackierung ruinieren.

Wenn du diese Tipps beachtest, steht einer erfolgreichen Lackierung nichts mehr im Weg yes