Lackieren im Hochsommer – Das ist zu beachten

Bei den, im Sommer oft sehr hohen Außentemperaturen und nicht selten extrem niedriger oder hoher Luftfeuchtigkeit sind beim Lackieren einige Dinge zu beachten, um trotz erschwerter Bedingungen ein optimales Lackierergebnis zu erzielen.

1. Tipp: Wählen Sie die richtige Härter-Verdünnungs-Kombi!

Bei der Verarbeitung von 2K Lacken, egal ob Klarlack oder Einschicht-Decklack, spielt bei hohen Temperaturen vor Allem die Wahl des richtigen Härters und der richtigen Verdünnung eine wichtige Rolle.

Grundsätzlich gilt zu beachten: Je höher die Temperatur, desto länger sollte die Ablüftzeit sein.

Das bedeutet, für einwandfreie Ergebnisse bei hohen Temperaturen sollten mindestens 2K HS Härter normal und 2K Verdünnung normal gewählt werden. Bei extrem hoher Temperatur können Sie auch einen 2K Härter lang (auf Anfrage) verwendet.
Halten Sie also vor der Lackierung am besten das Thermometer im Auge oder lackieren Sie zu einer anderen Tageszeit.

Weitere Informationen zu Härter-Verdünnung-Mischverhältnisse können Sie den technischen Datenblättern entnehmen.

2. Tipp: Achten Sie auf die Luftfeuchtigkeit!

Oft kann es im Sommer sehr schwül werden und dadurch zu äußerst hoher Luftfeuchtigkeit kommen.
Bei Klarlacken kann eine zu hohe Luftfeuchtigkeit zu einem „Weißanlaufen“ des Lackes führen. Nach einer guten Durchtrocknung der Lackschicht kann dieser Grauschleier allerdings wieder herauspoliert werden.
Im anderen Fall stellt eine zu heiße und trockene Umgebung eine Schwierigkeit beim Lackieren dar. Der Spritznebel kann nicht mehr richtig aufgenommen werden und es kann zu Wolkenbildungen, also Unregelmäßigkeiten im Lack, kommen.

Abhilfe kann hierbei beispielsweise die Verwendung einer größeren Düse schaffen.

3. Tipp: Lackieren Sie morgens!

Im Sommer steigt die Temperatur im Laufe des Tages immer weiter an, vor Allem in Lackierkabinen entsteht dadurch ein nahezu tropisches Klima.
Daher ist es empfehlenswert, anspruchsvolle und große Lackierungen morgens, wenn es noch kühler ist vorzunehmen.

Also: Bei Wettervorhersagen mit sehr hohen Temperaturen die Lackierungsarbeiten mit Bedacht planen!

4. Tipp: Tragen Sie ein Schweißband!

Sollten Sie auf einen Vollhauben-Schutz verzichten und stattdessen mit einem Atemschutz arbeiten, sollten Sie bei hohen Temperaturen unbedingt ein Stirnband tragen.
Dadurch können Sie einfach und effektiv vorbeugen, dass auf den Lack fallende Schweißtropfen die fast fertige Lackierung ruinieren.